Ausstellung
Hans Kohlschein
Ein Künstlerleben in Zeiten des Umbruchs

Mit dem Düsseldorfer Künstler Hans Kohlschein (1879-1948) zeigt Schloss Cappenberg einen Maler, Zeichner und Karikaturisten, der in einer Zeit tiefgreifender politischer, wirtschaftlicher und ideologischer Umbrüche gelebt und gearbeitet hat. Ausgehend von der Tradition der Historien- und Monumentalmalerei reicht sein in Qualität und Vielseitigkeit außergewöhnliches Werk von beeindruckenden Porträts über weite Landschaften, ausdruckstarken Motiven des bäuerlichen Lebens und des Militärs bis hin zu religiösen Themen.

Hans Kohlschein war der älteste Sohn des Kupferstechers, Zeichners und Düsseldorfer Akademielehrers Prof. Josef Kohlschein, der mit seinen Werken selbst zu Ruhm und Ehre gelangte. Durch Anleitung des fachkundigen Vaters gelang es Hans schon im Alter von 13 Jahren, in die Düsseldorfer Akademie aufgenommen zu werden, deren Lehren sein künstlerisches Schaffen nachhaltig prägten. Der gegenständlichen Kunst zwar durchaus verpflichtet, entwickelte Kohlschein jedoch eine eigenständige und expressive Ausdrucksform. Seine bevorzugte Farbpalette umfasst orange und blau-grüne Töne, deren dynamischer Duktus die Leinwand vibrieren lässt. Seine Werke vermitteln Bewegung und Spannung, aber auch Ruhe und kontemplative Stille. Ein zentrales Thema seiner Arbeit ist das Volks- und Alltagsleben in Polen, das Kohlschein lebendig und anschaulich in Szene setzt.

Sigrid Zielke

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Die Ausstellung war zu sehen im Schloss Cappenberg vom 05. Juli bis 25. Oktober 2009.

Eintritt frei

Begleitend zur Ausstellung ist ein reich bebilderter Katalog für 22 Euro im Museumsshop auf Schloss Cappenberg erhältlich.

Schloss Cappenberg, 59379 Selm-Cappenberg
Telefon 02306-71170, Fax 02306-758633

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Die Künstler der
Familie Kohlschein

1. Josef

2. Hans

3. Josef der Jüngere

4. Edmund Anton

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